Deutsche Meisterschaft auf der stehenden Welle

Volles Haus bei der Deutschen Meisterschaft 2020 im Wellenwerk

2020 holte das Wellenwerk die Deutsche Meisterschaft im Indoor Surfen nach Berlin, die bislang einzige DM-Austragung in der Hauptstadt. Was Rapid Surfing als Sport ausmacht, und wie ein Contest-Tag auf der stehenden Welle abläuft.

Ein Wettkampf, den es woanders in Berlin nicht gibt

2020 war das Wellenwerk Gastgeber der Deutschen Meisterschaft im Indoor Surfen, auf einer stehenden Welle, mitten in Lichtenberg, statt am Strand. Die Austragung fand am 21. September 2020 statt, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wellenreitverband, und blieb bislang die einzige DM in Berlin. Getragen wurde das Event von einem ganzen Kranz an Sponsoren aus der Surf- und Outdoor-Szene, darunter DKB, Richards Sun, Swox, Pure Surf Camps, OY Surf Apparel, G-Shock, Surfers Connection Berlin und Inshore Films. Zeichen dafür, dass Rapid Surfing als Wettkampfformat inzwischen ernst genommen wird.

Das Team blickte danach selbst überwältigt zurück: „Was für ein unglaubliches Wochenende!“, mit Dank an die Athlet:innen, alle Helfer:innen sowie die Zuschauer:innen vor Ort und im Livestream. Genau das ist es, was einen Indoor-Wettkampf von einem Contest im Meer unterscheidet: Die Welle läuft konstant weiter, unabhängig von Tide oder Wetter, jede:r Athlet:in bekommt exakt dieselben Bedingungen wie die Konkurrenz vor und nach ihr.

Neben der DM richtet das Wellenwerk mit dem Berlin Surf Open einen eigenen Contest aus, mehr dazu im Artikel Berlin Surf Open: unser Heim-Contest geht in Serie.

Die Deutsche Meisterschaft fand bislang nur dieses eine Mal in Berlin statt. Der Contest-Spirit ist trotzdem geblieben: Mit dem Berlin Surf Open und Tour-Stopps wie den o2 SURF MASTERS holt das Wellenwerk den Wettkampf regelmäßig zurück auf die eigene Welle.

Contest-Air bei der Deutschen Meisterschaft 2020

Was ist Rapid Surfing eigentlich?

Rapid Surfing ist der Name für das Wellenreiten auf einer künstlichen, stehenden Welle wie der citywave im Wellenwerk, im Unterschied zum klassischen Surfen im offenen Meer, bei dem sich die Welle bewegt und der Surfer bzw. die Surferin sich auf sie zubewegt. Bei der stehenden Welle ist es umgekehrt: Ein kontinuierlicher Wasserstrom fließt an einer festen Stelle vorbei, während Athlet:innen auf dieser Strömung Turns, Airs und andere Tricks fahren, die sich in Technik und Optik direkt mit dem Wellenreiten im Meer vergleichen lassen.

Genau diese Übertragbarkeit macht Rapid Surfing für viele Meeres-Surfer:innen interessant: Wellenhöhe und Fließgeschwindigkeit der citywave lassen sich stufenlos regeln, sodass sich auf derselben Anlage sowohl Einsteiger:innen als auch Wettkampf-Profis wiederfinden. Mehr zur Technik hinter der Welle liest du im Artikel Wie funktioniert die citywave?

Die genauen Wertungskriterien eines Contests, etwa Punktesystem, Zeitfenster pro Heat und Anzahl der Wertungsfahrten, werden vom Team bzw. Verband final bestätigt.

Was einen Contest-Tag im Wellenwerk ausmacht

An einem Wettkampftag verwandelt sich die Halle: Statt einzelner Sessions läuft ein durchgetakteter Contest mit Heats, Publikum am Beckenrand und Livestream für alle, die nicht vor Ort sein können. Details wie die Anzahl der Heats sowie die Alters- und Levelklassen unterscheiden sich von Ausgabe zu Ausgabe und werden vorab angekündigt. Was über alle Jahrgänge gleich bleibt: die stehende Welle selbst, die allen Startenden exakt dieselben Bedingungen bietet.

Podium der Open Men bei der Deutschen Meisterschaft 2020

Selbst auf Wettkampf-Niveau trainieren

Du willst nicht nur zuschauen, sondern selbst Richtung Contest-Niveau trainieren? In den Trainingssessions arbeitest du mit Coach-Feedback an Linien, Turns und Tempo, klassisch 60 Minuten oder intensiv in der kleinen Gruppe. Sporadisch gibt es zudem Intensivcoachings mit Profi-Surfer:innen wie Valeska Schneider (ISA-Surfcoach und Deutsche Meisterin), angekündigt im Newsletter. Wer noch ganz am Anfang steht, findet den passenden Einstieg auf der Seite Indoor Surfen.

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