Dreimal ist das Wellenwerk mittlerweile Gastgeber des eigenen Contests auf der citywave, 2023, 2024 und 2025. Was das Berlin Surf Open ausmacht und warum daraus eine feste Größe im Kalender wird.
Ein Contest, den wir selbst ausrichten
Neben der Deutschen Meisterschaft, die das Wellenwerk in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wellenreitverband austrägt, gibt es noch einen zweiten großen Wettkampf im Kalender: das Berlin Surf Open, unseren eigenen, hauseigenen Contest auf der citywave. Anders als bei der DM organisiert das Wellenwerk dieses Event komplett selbst, von der Ausschreibung bis zur Siegerehrung. Damit können wir Format, Rahmenprogramm und Stimmung so gestalten, wie sie zu unserer Halle und unserer Community passen, ohne die Vorgaben eines Verbands-Reglements.
Premiere hatte das Berlin Surf Open vom 18. bis 20. August 2023. Rund 68 Athlet:innen aus Deutschland, Kroatien, der Schweiz, Südafrika, Peru, Costa Rica und Brasilien gingen an den Start, in den Kategorien Open Men, Open Women, Masters (ab 35 Jahren) und Freestyle. Bereits bei dieser ersten Austragung gehörte außerdem eine eigene Junioren-Wertung für Athlet:innen unter 18 Jahren zum Format, sodass auch der surfende Nachwuchs eine eigene Bühne bekam. Das Event verstand sich dabei ausdrücklich nicht als reiner Konkurrenzkampf, sondern als Hommage an den Surf-Lifestyle, mit sportlichem und kulinarischem Rahmenprogramm rund um die Heats.
Dass gleich bei der Premiere Athlet:innen aus sieben Ländern anreisten, zeigt, dass sich das Berlin Surf Open von Anfang an nicht nur an die Berliner Szene richtete, sondern international Aufmerksamkeit fand, ein Signal dafür, wie ernst Rapid Surfing als Sport mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus genommen wird.

Von der Premiere zur festen Serie
Was 2023 als erste Ausgabe startete, ging 2024 in die zweite Runde, das Berlin Surf Open etablierte sich als feste Größe im Eventkalender des Wellenwerk. 2025 folgte die dritte Austragung. Aus einem einmaligen Pilotprojekt ist damit in drei Jahren eine Serie geworden, die mittlerweile zum festen Bestandteil der Berliner Rapid-Surfing-Szene zählt, parallel zur Deutschen Meisterschaft, aber mit eigenem Charakter: kleiner, persönlicher und näher an der Community, die das Wellenwerk das ganze Jahr über auf der Welle trifft.
Von Jahrgang zu Jahrgang hat sich dabei auch die Erfahrung im Team weiterentwickelt: Ablauf, Zeitplan und Rahmenprogramm werden mit jeder Austragung ein Stück runder, weil Learnings aus dem Vorjahr direkt einfließen. Für Athlet:innen, die schon mehrfach dabei waren, ist das Berlin Surf Open dadurch längst mehr als nur ein einzelnes Event, es ist ein Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern aus der Halle.
Atmosphäre direkt an der Welle
Was das Berlin Surf Open besonders macht, ist die Nähe zwischen Publikum und Athlet:innen. Anders als am Strand, wo Zuschauer:innen die Wellen oft nur aus der Ferne verfolgen, steht das Publikum im Wellenwerk direkt am Beckenrand, jeder Air, jeder Turn, jeder Sturz passiert nur wenige Meter entfernt. Diese Nähe sorgt für eine Contest-Atmosphäre, die auf offenem Meer kaum möglich wäre: volles Haus, Anfeuern aus nächster Nähe, und eine Welle, die für alle Startenden exakt gleich läuft.
Diese Nähe wirkt in beide Richtungen: Athlet:innen bekommen die Reaktion des Publikums direkt und unmittelbar mit, und Zuschauer:innen, die selbst schon mal auf dem Board standen, sehen aus nächster Nähe, was auf derselben Welle möglich ist, auf der sie sonst ihre eigenen ersten Turns üben.

Siegerehrung und Pokale
Zum Abschluss jeder Austragung gehört die Siegerehrung mit Pokalen für die besten Athlet:innen der jeweiligen Kategorien, 2025 wie schon in den Jahren zuvor ein Moment, in dem sich zeigt, wie viel Community-Gefühl in diesem Contest steckt. Viele Teilnehmer:innen kennen sich aus dem Training in der Halle, feuern sich gegenseitig an und feiern am Ende gemeinsam, unabhängig vom Ergebnis auf dem Board.
Diese Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und Community-Feeling ist es, die das Berlin Surf Open von vielen anderen Contests unterscheidet. Es geht nicht nur darum, wer am Ende den Pokal in der Hand hält, sondern darum, gemeinsam einen ganzen Tag lang die eigene Welle zu feiern, mit allen, die sonst im Training nebeneinander surfen.


Ausblick auf die nächste Ausgabe
Nach drei Austragungen in Folge ist klar: Das Berlin Surf Open bleibt im Kalender. Wer selbst Richtung Contest-Niveau trainieren will, findet in den Trainingssessions den passenden Einstieg, und alle, die einfach mal reinschnuppern wollen, starten am besten mit einer regulären Surf Session. Mehr zum sportlichen Unterbau von Contests wie diesem liest du im Artikel Deutsche Meisterschaft auf der stehenden Welle.
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