Fünf Wellen, fünf Städte, eine Saison: 2026 sind die o2 SURF MASTERS zum zweiten Mal durch Deutschland getourt, und machten Ende April Halt bei uns im Wellenwerk. Hier ist der Rückblick auf die Tour, den Berliner Contest-Abend und ein Saisonfinale, das bis zum letzten Heat offen blieb.
Was die o2 SURF MASTERS sind
Die o2 SURF MASTERS sind Deutschlands Rapid-Surf-Contest-Serie: ein kompaktes Format mit kurzen Heats, das die beste stehende-Welle-Szene des Landes an fünf Standorten zusammenbringt, von Indoor-Anlagen wie dem Wellenwerk bis zur Open-Air-Welle auf einem See. Gefahren wird um insgesamt 6.000 € Preisgeld, gestreamt wird jeder Stopp live und ungeschnitten von Spontent auf Twitch. Die Startplätze waren 2026 schnell vergriffen, die Anmeldung lief ab Ende Januar über die Tour-Website.
Hinter der Serie steht Telefónica: o2-Sponsorship-Manager Marcus Bunse verantwortet das Rapid-Surf-Engagement der Marke und hat die o2 SURF MASTERS bewusst als Community-Format aufgebaut. Vor-Ort-Erlebnis, Livestreams und Szene-Aufbau stehen dabei vor reiner Logo-Präsenz, und genau diese Mischung war auch beim Berliner Stopp zu spüren.
Die fünf Stopps der Tour 2026
- 28. Februar: L&T Hasewelle, Osnabrück (Tourauftakt)
- 28. März: RheinRiff, Düsseldorf
- 26. April: Wellenwerk, Berlin (das Heimspiel)
- 23. Mai: Surf Langenfeld (die erste stehende Welle auf einem See)
- 27. Juni: irie surf, Freiburg (Tour-Finale)
Fünf Stopps, fünf sehr unterschiedliche Wellen: Genau das macht den Reiz der Serie aus. Wer die Gesamtwertung gewinnen will, muss auf Indoor-Wellen genauso liefern wie unter freiem Himmel, bei jedem Wetter und auf Wellen, die sich in Höhe, Druck und Wasserführung deutlich unterscheiden.
Das Heimspiel: der Berlin-Stopp im Wellenwerk
Am 26. April war es so weit: Die Tour kam zu ihrem dritten Stopp nach Lichtenberg, und die Halle an der Landsberger Allee wurde für einen Abend zum lautesten Wohnzimmer der deutschen Rapid-Surf-Szene. Die 40 Startplätze (je 20 bei den Frauen und Männern) waren schnell ausgebucht, das Publikum stand dicht an dicht direkt am Beckenrand.

Sportlich wurde es ein Abend für die Geschichtsbücher des Hauses: Hannes Mosch holte mit 17,17 Punkten den Heimsieg auf seiner Trainingswelle, hauchdünn vor Marius Gerlach (16,93 Punkte) in einem echten Herzschlagfinale. „Ich wusste, dass der Druck beim Heimspiel besonders hoch ist“, sagte Mosch danach. Bei den Frauen dominierte Valeska Schneider (15,5 Punkte), und mit Taja Götz surfte eine zweite Berlinerin aufs Podium: Ihr dritter Platz (12,5 Punkte) sorgte für den lautesten Jubel des Abends.

Der Heimvorteil ist beim Rapid Surfing übrigens messbar real: Wer die Eigenheiten der hauseigenen citywave aus dem täglichen Training kennt, weiß genau, wo die Welle Druck aufbaut, ein Vorteil, den sich die Berliner Starter:innen in unzähligen Trainingssessions erarbeitet haben.
So ging die Saison aus
Nach dem Berlin-Stopp führte Mosch die Tourwertung an. In Langenfeld machte Valeska Schneider mit ihrem dritten Sieg in Folge den Gesamttitel der Frauen vorzeitig perfekt, während Marius Gerlach das Männer-Rennen mit seinem Sieg wieder öffnete. Mosch wurde dort Fünfter und verlor die Führung. Die Entscheidung fiel erst beim Finale in Freiburg: Gerlach sicherte sich den Titel, Hannes Mosch wurde Tour-Vizemeister, und mit Leander Lu auf Rang vier der Gesamtwertung standen am Ende gleich zwei Team-Wellenwerk-Rider in den Top 5. Die ausführliche Geschichte des Berliner Abends liest du im Artikel O2 Surf Masters: Heimsieg und Vize-Titel für Team Wellenwerk.
Selbst aufs Brett?
Die Welle, auf der Mosch und Götz ihre Heats gesurft sind, läuft bei uns jeden Tag, für alle Level. Ob erste Session mit Haltestange oder Training für den nächsten Contest: Auf der Surfen-Übersicht findest du dein Level, und unseren eigenen Contest gibt es auch, die Geschichte dazu im Artikel Berlin Surf Open: unser Heim-Contest geht in Serie.
