O2 Surf Masters: Heimsieg und Vize-Titel für Team Wellenwerk

Contest-Action bei den O2 Surf Masters im Wellenwerk

Im Frühjahr 2026 machte die o2 SURF MASTERS Tour Station im Wellenwerk. Hannes Mosch holte den Heimsieg, Valeska Schneider die Frauen-Wertung, und am Saisonende standen zwei Team-Wellenwerk-Rider in den Top 5 der Tour.

Was die o2 SURF MASTERS sind

Die o2 SURF MASTERS sind eine Rapid-Surf-Tour, die Deutschlands beste stehende Wellen und Athlet:innen an mehreren Standorten im ganzen Land zusammenbringt, mit kompaktem Contest-Format, kurzen Heats und viel Action für Fahrer:innen wie Publikum. 2026 ging die Tour bereits in ihre zweite Auflage, nachdem der Auftakt im Jahr zuvor erfolgreich verlief. Dass eine bundesweite Serie wie diese überhaupt existiert, zeigt, wie sehr sich Rapid Surfing als eigenständige Wettkampfdisziplin neben dem klassischen Wellenreiten im Meer etabliert hat.

Eine Station der Tour führte im Frühjahr 2026 ins Wellenwerk nach Berlin. Der Andrang war groß: Mit maximal 40 Startplätzen, 20 für die Frauen, 20 für die Männer, war das Feld schnell ausgebucht. Für einen Abend verwandelte sich die Halle an der Landsberger Allee in einen Hotspot für Adrenalin, Style und urbane Surfkultur, mit Publikum direkt am Beckenrand und einer Welle, die für alle Startenden exakt gleich lief.

Für viele Athlet:innen der Tour war es der erste Besuch im Wellenwerk überhaupt, ein Heimvorteil, von dem umgekehrt die Berliner Starter:innen profitierten, die die Eigenheiten der hauseigenen citywave aus dem täglichen Training kennen.

Heimsieg für Hannes Mosch

Für das Wellenwerk wurde der Auftritt vor heimischem Publikum zum Triumph: Hannes Mosch gewann die Berlin-Station mit 17,17 Punkten, knapp vor Marius Gerlach (16,93) und Joshi Holy (16,43). Es war bereits sein zweiter Tour-Sieg in Folge. Mosch ist im Wellenwerk ein bekanntes Gesicht, regelmäßig auf der hauseigenen Welle unterwegs, auch abseits von Wettkampftagen, der Heimvorteil saß.

Und der Lauf hielt die ganze Saison: In der Gesamtwertung der o2 SURF MASTERS 2026 wurde Hannes Mosch mit 26 Punkten Vize-Champion, Leander Lu fuhr mit konstanten Ergebnissen auf Rang 4 (16 Punkte), damit standen am Ende der Tour gleich zwei Team-Wellenwerk-Rider in den Top 5 der Gesamtwertung. Das unterstreicht, welches Niveau im täglichen Training an der Landsberger Allee mittlerweile möglich ist.

Die Frauen-Tourwertung geht nach Berlin

Bei den Frauen wurde es sogar noch besser: Valeska Schneider gewann die Berlin-Station, und am Ende der Saison mit 30 Punkten auch die Gesamtwertung der Tour. Wer von ihr lernen will, hat immer wieder die Chance: Valeska gibt im Wellenwerk sporadisch Intensivcoachings, angekündigt werden sie im Newsletter und hier im Magazin.

Auch Taja Götz sorgte auf der Tour für Highlights: Podium bei der Station im RheinRiff und ein Platz unter den besten Sieben der Gesamtwertung. Gerade im Frauenfeld ist die Konkurrenz groß, die Tiefe, die die Berliner Rapid-Surfing-Szene inzwischen erreicht hat, war auf dieser Tour deutlich zu sehen.

Starke Fahrten auch bei den Frauen

Rahmenprogramm abseits der Welle

Ein Wettkampftag im Wellenwerk ist mehr als nur Heats: Zum Rahmenprogramm der o2 SURF MASTERS gehörte unter anderem eine Lesung, die dem Event neben der sportlichen auch eine kulturelle Note gab. So wurde aus dem Contest-Tag ein Event für alle, nicht nur für Zuschauer:innen mit Fokus auf die Wertungsläufe.

Gerade dieses Zusammenspiel aus Sport, Musik und Kultur passt zum Selbstverständnis des Wellenwerk: Die Halle versteht sich nicht nur als Trainingsort, sondern als Treffpunkt für alle, die Surfkultur in Berlin leben, auch wenn sie an diesem Abend selbst nicht auf dem Board stehen.

Volle Ränge beim Rahmenprogramm der Surf Masters

Was solche Events für die Berliner Surf-Community bedeuten

Dass eine bundesweite Tour wie die o2 SURF MASTERS im Wellenwerk Station macht, zeigt, wie ernst Rapid Surfing als Wettkampfsport mittlerweile genommen wird, und wie sichtbar die Berliner Community dabei geworden ist. Ein Event dieser Größenordnung bringt außerdem Athlet:innen und Fans aus dem ganzen Bundesgebiet nach Berlin und sorgt so für Austausch weit über die eigene Trainingsgruppe hinaus. Für alle, die selbst näher an dieses Niveau heranwollen, sind die Trainingssessions der richtige Einstieg. Wer lieber erstmal reinschnuppert, bucht am besten eine reguläre Surf Session. Mehr zum Wettkampfformat generell liest du im Artikel Deutsche Meisterschaft auf der stehenden Welle oder im Artikel Berlin Surf Open: unser Heim-Contest geht in Serie.

← Zurück zum Magazin