Wie aus einer alten Wasserwerkshalle in Berlin-Lichtenberg Berlins erste stehende Welle wurde. Bau, Richtfest, erste Welle und Eröffnung 2019.
Eine Wasserwerkshalle wird zur Surfhalle
Bevor im Wellenwerk die erste Welle lief, stand an der Landsberger Allee 270 in Berlin-Lichtenberg eine alte Halle der Berliner Wasserwerke, leer, ungenutzt, aber mit Potenzial. Genau hier haben sieben befreundete Berliner:innen, die eines verbindet, die Liebe zum Surfen, beschlossen, Berlins erste stehende Welle zu bauen. Statt die Halle abzureißen und neu zu bauen, wurde sie kernsaniert: Die alte Bausubstanz blieb erhalten, ein Anbau kam überwiegend aus Holz dazu.
Genau dieser Ansatz, sanieren statt abreißen, Holz statt Beton, wo es ging, war von Anfang an Teil des Konzepts, nicht nachträglich aufgesetzt: Die Halle läuft bis heute mit CO₂-neutralem Ökostrom aus Wasserkraft und einem eigenen Wärmerückgewinnungssystem, das die beim Wellenbetrieb entstehende Energie zum Heizen der Halle und des Wassers zurückgewinnt. Mehr zum Team und den Werten hinter dem Wellenwerk liest du auf der Seite Über uns.
Sommer 2019: Die citywave nimmt Form an
Ende Juli 2019 steckte das Wellenwerk mitten in der finalen Bauphase. Kernstück der Baustelle war die Installation der citywave, der eigentlichen Wellenanlage, laut Team damals „mit Hochdruck und voller Kraft“. Lüftungstechnik war zu dem Zeitpunkt bereits verbaut, Sanitäranlagen und Umkleiden gingen in die Fertigstellung.
Einen Monat später, Ende August 2019, war die citywave fertig installiert. Parallel liefen die letzten Holzarbeiten am Pooldeck, und die ersten Probeläufe der Welle standen unmittelbar bevor. Gleichzeitig stimmte sich das Team mit den Berliner Behörden zur Abnahme der Welle ab, die Voraussetzung für eine erste Teileröffnung.


Richtfest und die ersten Meter auf der Welle
Ende Oktober 2019 feierte das Wellenwerk das Richtfest für den Holzanbau, einen Meilenstein für das gesamte Projekt, verbunden mit Dank an alle beteiligten Firmen und Gewerke, die an der Anlage mitgebaut hatten.
Nur wenige Tage später, Ende Oktober 2019, war es dann so weit: Die Welle lief. Nach mehreren Wochen Testbetrieb ging es in die Feinjustierung der Technik und die letzten Handgriffe in der Halle, der letzte Schritt vor der Eröffnung.

22. November 2019: Eröffnung
Am 22. November 2019 öffnete das Wellenwerk offiziell seine Türen. Gutscheine aus dem Vorverkauf ließen sich ab sofort einlösen, die ersten Session-Termine waren buchbar, und wer spontan vorbeikam, konnte an vielen Tagen auch ohne Voranmeldung einen freien Slot ergattern. Aus der leeren Wasserwerkshalle war Berlins erste stehende Welle geworden.
Seit der Eröffnung ist im Wellenwerk einiges dazugekommen: von Sessions für alle Level über Kurse und Coachings bis zu Teamevents und Firmenfeiern, weitere Meilensteine der Jahre danach folgen, sobald sie vom Team bestätigt sind. Fest steht: Seit der Eröffnung ist das Wellenwerk auch Gastgeber der Deutschen Meisterschaft im Indoor Surfen, mehr dazu im Artikel Deutsche Meisterschaft auf der stehenden Welle. Seit Juni 2025 gehört auch eine eigene Surfskatebowl zum Gelände: surfen auf vier Rollen, mit Schnupperkursen und Leihboards direkt vor Ort.
Die Wellenwerk-Story heute
Wer heute durch die Halle an der Landsberger Allee geht, sieht kaum noch etwas von der alten Wasserwerkshalle, und doch steckt sie in jedem Träger und jeder Wand. Die Idee von sieben Gründer:innen ist heute ein Ort, an dem täglich Menschen ihre ersten Meter auf einem Surfbrett stehen, auf Profi-Niveau trainieren oder einfach einen besonderen Tag erleben.
Willst du selbst auf die Welle, die 2019 zum ersten Mal lief? Alle Sessions und Level findest du auf der Seite Indoor Surfen.
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